Die Verarbeitung weisser und blauer Trauben zu verschiedensten Weinen - das ist die Aufgabe der WeintechnologInnen. Auch wenn am Beginn der Weinproduktion noch immer das Pflücken der reifen Trauben steht - die moderne Weinkelterung und -pflege, die erst nach der Traubenernte einsetzt, bedient sich einer grossen Zahl technischer Einrichtungen. Von der Abbeermaschine - die die Traubenstiele entfernt und die Beeren zur Maische zerquetscht - über leistungsfähige Pressen und Pumpen, Separatoren, Filtrations-, Kühl- und Erwärmungsanlagen bis zu Flaschenreinigungs-, Füll-, Verschliess-, Etikettier- und Verpackungsmaschinen - alle müssen sie von WeintechnologInnen selbstständig bedient und überwacht werden können.
Während der Gärung kontrollieren sie Temperatur und Zuckerabnahme, in der anschliessenden, mehrere Monaten dauernden Phase der Weinpflege überwachen sie mit mikroskopischen und chemischen Untersuchungsmethoden den biologischen Säureabbau und entscheiden, nach entsprechender Degustation, wann und wie der Wein "ausgebaut" und schliesslich zur Abfüllreife gebracht werden kann.
Damit die Weine "gesund" und "stabil" bleiben, das heisst, der Erfolg der ausgeklügelten Weinbereitung nicht gefährdet wird, ist auch die Kellerhygiene von grösster Bedeutung. Die gründliche Reinigung von Behältern und Maschinen, die mit dem Wein in Kontakt kommen, gehören folglich ebenso zum Beruf des Weintechnologen beziehungsweise der Weintechnologin wie die feine Nase und das Gespür dafür, wie die Entwicklung des Weins positiv unterstützt werden kann. Im Unterschied zu WinzerInnen, die für die Selbstkelterung ausgebildet werden, arbeiten WeintechnologInnen in grösseren Weinbereitungs- und Weinhandelsbetrieben oder in Weinimportfirmen.
Abgeschlossene Volksschule. Interesse an der Natur, an biologischen, chemischen und physikalischen Vorgängen; technisches Verständnis; Organisationstalent und Übersichtsfähigkeit; gute Beobachtungsgabe; sorgfältige Arbeitsweise und Fingerspitzengefühl; guter Geruchs- und Geschmackssinn; Hygienebewusstsein; Entscheidungsfähigkeit; gute Gesundheit wegen der Arbeit in kühlen Weinkellern; Charakterfestigkeit (Umgang mit Alkohol).
Die Lehre dauert drei Jahre. Grundlage der Ausbildung ist das Eidgenössische Ausbildungsreglement vom 1.2.1995. Mit der Lehrabschlussprüfung wird das eidgenössische Fähigkeitszeugnis als gelernter Weintechnologe/gelernte Weintechnologin erworben Es besteht die Möglichkeit, die Berufsmittelschule zu besuchen und die Berufsmatura zu erwerben. WeintechnologInnen besuchen meist die technisch-landwirtschaftliche Berufsmittelschule, die zur Zeit erst nach Lehrabschluss in einem Zusatzjahr besucht werden kann.
Kommission für Berufsbildung der Weintechnologen
Berufsbildungszentrum Wädenswil
Postfach 335
8820 Wädenswil
Fon 058 934 59 77
Fax 058 934 52 01
E-Mail:
www.bzw.ch
(Lehrstellenverzeichnis erhältlich)
Vereinigung Schweizer Weinhandel
Amtshausgasse 1
3000 Bern 7
Fon 031 311 45 08
Fax 031 312 10 72
E-Mail:
www.wineandspirit.ch
Schweizerische Zeitschrift für Obst- und Weinbau
Schloss
Forschungsanstalt
Agroscope Changins - Wädenswil ACW
Postfach 185
8820 Wädenswil
Fon 044 783 63 25
Fax 044 783 63 79 oder 044 783 61 11
www.acw.admin.ch
Schweizerische Weinzeitung