Während drei Lehrjahren besuchen die GemüsegärtnerInnen die Berufsschule in Wädenswil oder Ins. Insgesamt 27 Wochen Unterricht teilen sich auf in theoretische Lektionen im Klassenzimmer und praktische Übungen im Lehrbetrieb. Die Lehrlinge lernen verschiedene Maschinen kennen und üben deren Einsatz auf dem Feld. Krankheiten, Schädlinge und Unkräuter werden in den Kulturen beobachtet. Auf Exkursionen erfahren die Lehrlinge mehr über Probleme und Entwicklungen im schweizerischen Gemüsebau.
Der theoretische Fachunterricht verknüpft Grundlagenwissen mit der Praxis. Der Lehrling soll dank der erlernten Fachkenntnisse nicht nur wissen, wie er etwas tun muss, sondern auch, warum es gerade so zu tun ist. Diese Zusammenhänge erfährt er in einem vielseitigen Fachunterricht, der aus folgenden Bereichen besteht: Bodenkunde und Düngerlehre, Botanik, Pflanzenschutz, Unkrautbekämpfung, technische Einrichtungen, Grundlagen des Gemüsebaus, Gewächshauskulturen, Gemüsebau im Freiland, Bio-Gemüsebau und Ökologie.
Die Lehrabschlussprüfung besteht aus einem schriftlichen, einem mündlichen und einem praktischen Teil. Eine schriftliche Prüfung wird abgelegt zum Allgemeinbildenden Unterricht (ABU) sowie zu einigen Themen aus dem Fachbereich Gemüse. Die restlichen Berufsfächer (zum Beispiel Gemüsebau im Freiland oder Pflanzenschutz und Unkrautbekämpfung) werden in einer 20minütigen mündlichen Prüfung getestet. Das Kernstück der Lehrabschlussprüfung besteht aus dem praktischen Teil. Da werden Sicherheit, Zielstrebigkeit und Handfertigkeit bei der Berufsarbeit geprüft. Zuzüglich der Zeugnisnoten und der Bewertung des Betriebsheftes entsteht eine breit abgestützte Schlussnote.